StartseiteAktuellesCOST Europäische Kooperation im Bereich der wissenschaftlichen und technologischen Forschung

COST Europäische Kooperation im Bereich der wissenschaftlichen und technologischen Forschung

Bildungs- und Forschungskooperation

COST ist neben EUREKA und den EU-Rahmenprogrammen eine der drei Säulen der Forschungszusammenarbeit in Europa. COST bietet Forschenden die Möglichkeit, sich an einer europäischen Verbundforschung zu beteiligen. Das Ziel ist die internationale Koordination und Vernetzung nationaler
Forschungsaktivitäten. 

COST ermöglicht es den nationalen Forschungseinrichtungen und -instituten, Hochschulen und der Privatwirtschaft gemeinsam an einem breiten Spektrum von F+E-Tätigkeiten mitzuwirken, vor allem in der Grundlagenforschung, Forschung auf vorwettbewerblicher Ebene und in Bereichen von öffentlichem Interesse. 

An COST nehmen 35 Mitgliedstaaten und Israel als kooperierender Staat teil. Seit 1989 können auch Institutionen aus Nicht-COST-Mitgliedstaaten an den Forschungsvorhaben mitwirken.

Die Zusammenarbeit in COST ist thematisch grundsätzlich offen und folgt dem „Bottom-up-Prinzip“: Die Vorschläge für neue COST-Aktionen kommen von den Wissenschaftlern selbst. Für jede COST-Aktion wird ein "Memorandum of Understanding" verfasst, das diejenigen COST-Mitgliedsländer unterzeichnen (mindestens fünf), aus denen Wissenschaftler sich and der jeweiligen COST Aktion beteiligen (à la carte participation).

Die fachlichen Schwerpunkte (specific domains) lassen sich zu den folgenden Themenbereichen zusammenfassen:

  • Biomedizin, molekulare Biowissenschaften
  • Ernährung/Lebensmitteltechnologie, Landwirtschaft
  • Forstwissenschaften, forstliche Produkte, sozialökonomische Aspekte
  • Werkstoffe/Neue Materialien, Physik, Nanowissenschaften
  • Chemie, Molekularwissenschaften und -technologie
  • System Erde, Umweltmanagement
  • Informations- und Telekommunikationswissenschaft
  • Verkehr/Transport, Stadtentwicklung
  • Sozial- und Geisteswissenschaften, Kultur, Gesundheit

COST hat sich in den Jahren seines Bestehens seit 1971 zu einem der größten Kooperationsrahmen für Forschung entwickelt. Heute arbeiten mehr als 40.000 Wissenschaftler aus 35 europäischen COST-Mitgliedstaaten plus Israel als kooperierendes Land in rund 240 COST-Aktionen mit. Dazu kommen zurzeit mehr als 400 Forschungseinrichtungen aus Nicht-COST-Mitgliedsländern und internationale Nicht-Regierungsorganisationen.

Die Stärke von COST liegt in der vorwettbewerblichen Forschung, in der Vorbereitung von Normen und Standards, in der Lösung von grenz- und sektorüberschreitenden Problemen sowie in der Forschung zu Themen von öffentlichem Interesse. COST nutzt erfolgreich Synergien und schafft damit einen Mehrwert in der europäischen Forschung. Nicht zuletzt wird durch COST auch die europäische Integration gefördert. Der einfache Zugang für Institutionen aus Nicht-Mitgliedsländern macht COST darüber hinaus interessant als Beitrag zur Lösung globaler Probleme und ermöglicht einen unbürokratischen Zugang zu weltweiten Kooperationen.

Redaktion: Länder / Organisationen: COST EU Themen: sonstiges / Querschnittsaktivitäten Lebenswissenschaften Energie Mobilität Geistes- und Sozialwiss. Geowissenschaften Grundlagenforschung Information u. Kommunikation Physik. u. chem. Techn. Engineering und Produktion Umwelt u. Nachhaltigkeit

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