StartseiteAktuellesNachrichten10 Jahre Anerkennungsgesetz: Rückblick auf die Jubiläumskonferenz

10 Jahre Anerkennungsgesetz: Rückblick auf die Jubiläumskonferenz

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Erfolge und Zukunftsfragen der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen waren Themen der Jubiläumskonferenz zum zehnten Jahrestag des Anerkennungsgesetzes am 3. Mai 2022. 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, der Beratungs- und Anerkennungspraxis sowie Fachkräfte mit erfolgreicher Berufsanerkennung kamen auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) nach Berlin.

Anerkennung trägt für ausländische Fachkräfte zu einer beruflichen und persönlichen Perspektive in Deutschland bei. Und: Zur Bewältigung des Fachkräftemangels bleibt die Berufsanerkennung ein zentraler Baustein, der jedoch stetig optimiert und angepasst werden muss. Dies sind die zentralen Erkenntnisse der Jubiläumskonferenz, die am 3. Mai anlässlich der 10-jährigen Bestehens des Anerkennungsgesetzes in Berlin stattfand.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes haben über 422.000 Menschen die Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikation beantragt, davon über 70.000 Pflegerinnen und Pfleger, über 53.000 Ärztinnen und Ärzte und fast 4.000 Elektronikerinnen und Elektroniker. In den vergangenen zehn Jahren wurden hierfür vielfältige Angebote zur Unterstützung und Beratung durch Bund und Länder gemeinsam mit den Kammern und anderen Akteuren entwickelt. Unter anderem das Informationsportal des BIBB "Anerkennung in Deutschland", das seit dem Start 2012 bereits über 20 Millionen Besuche verzeichnet und somit ein gelungenes Beispiel für ein Erstberatungsangebot ist. Andere Angebote, wie die Datenbank anabin als öffentlich zugängliches Wissensmanagementsystem und Transparenzinstrument der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz, die Beratung für Fachkräfte im Ausland durch die Auslandshandelskammern vor Ort oder auch die 2020 geschaffene Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) sind weitere Best Practice Beispiele für die Fachkräfteeinwanderung und das Anerkennungsverfahren. Darüber sowie über die Chancen und den Wert der Anerkennung für Betriebe und die einzelne Fachkraft wurde im Rahmen der Veranstaltung diskutiert.

Zudem fanden sieben Fachpanels zu aktuellen und zentralen Fragen der Berufsanerkennung statt. Mit dabei waren Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, insbesondere aus der Beratungs- und Anerkennungspraxis, sowie ausländische Fachkräfte, die nach erfolgreicher Anerkennung heute in Deutschland arbeiten. In den Panels wurden Impulse zur Weiterentwicklung der geschaffenen Strukturen, zum Abbau von Hürden sowie zur Beschleunigung der Verfahren gegeben, aber auch Grenzen aufgezeigt.

Kurzberichte zu den einzelnen Panels sowie Bilder, Berichte und Videos der Konferenz finden sich auf der Seite "Anerkennung in Deutschland".

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung Redaktion: von Felix Kessinger, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Deutschland Global Themen: Berufs- und Weiterbildung Fachkräfte Strategie und Rahmenbedingungen

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