StartseiteAktuellesNachrichtenBundesforschungsministerin Karliczek bei Vorstellung der nationalen französischen Strategie für Künstliche Intelligenz in Paris

Bundesforschungsministerin Karliczek bei Vorstellung der nationalen französischen Strategie für Künstliche Intelligenz in Paris

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Ihre erste Auslandsreise führte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek nach Paris. Hier nahm sie mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, dem EU-Forschungskommissars Carlos Moedas und ihrer französischen Amtskollegin Frédérique Vidal an der Vorstellung der nationalen französischen Strategie für Künstliche Intelligenz (KI) teil und bot an, die Aktivitäten Frankreichs und Deutschlands zu vernetzen.

In ihrer Rede betonte Karliczek die guten Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland und die Wichtigkeit von Bildung, Forschung und Innovation für die Zukunft beider Länder und Europas. Die Bundesforschungsministerin begrüßt die aktuelle Schwerpunktsetzung Frankreichs auf den Feldern der KI und bot an, die Aktivitäten Frankreichs und Deutschlands zu vernetzen: "Frankreich geht mit seiner neuen Strategie zur künstlichen Intelligenz den richtigen Weg. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Dabei  sollten wir unsere Kompetenzen in Europa bündeln. Für beide Länder steht der Nutzen der neuen Technologien für die Menschheit im Mittelpunkt." Sie verwies in diesem Zusammenhang auf ihre jüngste Entscheidung beim maschinellen Lernen, dem aktuell dynamischsten Teil der KI, vier Kompetenzzentren in Berlin, Dortmund/St. Augustin, München und Tübingen mit etwa 30 Millionen Euro zu fördern. Die Ministerin fügte hinzu: "Lassen Sie uns gemeinsame Projekte definieren, unsere Einrichtungen vernetzen und gemeinsam neue Strukturen zum Transfer in die Wirtschaft schaffen".

Die Ministerin hob ebenfalls hervor, dass Künstliche Intelligenz ein gesellschaftliches Thema werden müsse: "Wir müssen einen gesellschaftlichen Dialog darüber führen, wie wir Künstliche Intelligenz nutzen wollen. Für mich ist wichtig, dass wir diese Technik erforschen, Chancen und Risiken ausloten, Wissen und Verständnis schaffen und so schließlich den richtigen Umgang erlernen. Die gemeinsamen Wertevorstellungen von Frankreich und Deutschland, wenn es beispielsweise um den Umgang mit Daten und um Sicherheitsaspekte geht, sind dafür eine gute Basis." Die Erarbeitung gemeinsamer wirksamer Strategien zur Künstlichen Intelligenz ist eine wichtige Priorität beider Länder, die auch die Regierungschefs in der gemeinsamen Erklärung vom 21. Januar 2018 anlässlich des Jahrestags des Élysée-Vertrags betont hatten.

Mit der französischen Amtskollegin Frédérique Vidal hatte die Bundesministerin zuvor ein erstes persönliches Gespräch über aktuelle und künftige Schwerpunkte der bilateralen und europäischen Zusammenarbeit geführt. Beide waren sich darin einig, dass die Themen Bildung, Forschung und Innovation und die gegenseitige Anschlussfähigkeit der Forschungssysteme auch bei der Weiterentwicklung des Élysée-Vertrags zentral verankert werden müssen. Karliczek zeigte sich überzeugt, dass das 6. Forum zur deutsch-französischen Forschungskooperation am 19. Juni 2018 in Berlin die bilaterale Kooperation vertiefen werde.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Information u. Kommunikation

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