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Neue Impulse für die Kooperation in der Meeresforschung mit Südafrika

Die Zusammenarbeit mit Südafrika in der Meeresforschung wird einen wesentlichen Anstoß bekommen, wenn sich im Dezember im Rahmen des deutsch-südafrikanischen Jahres der Wissenschaft (2012 / 2013) renommierte Meereswissenschaftler in Kapstadt treffen und Möglichkeiten für weitere Kooperationen ausloten.

Das Treffen findet vom 3. bis 6. Dezember statt und wird vom Applied Centre for Climate and Earth Systems Science (ACCESS) und dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) gemeinsam veranstaltet. Etwa 70 Teilnehmer aus zehn südafrikanischen und zehn deutschen Forschungseinrichtungen und Universitäten werden gemeinsam mit norwegischen und französischen Kollegen neue Forschungsthemen diskutieren, die den Fokus auf die Küsten und Schelfgebiete Südafrikas legen.

Fischereibiologe Dr. Werner Ekau vom ZMT, der den Workshop zusammen mit seinen südafrikanischen Kollegen organisiert, ist zuversichtlich: “Deutschland hat eine jahrzehntelange Tradition in der Meeresforschung im südlichen Afrika. Die gesammelte Erfahrung und vorhandene Expertise bildet eine wertvolle Basis für unsere Zusammenarbeit mit Südafrika in der Weiterentwicklung von Methoden und Modellen. Durch die Erforschung von Zusammenhängen in den dortigen Ökosystemen lernen wir, globale Prozesse zu verstehen“.

Laut Dr. Neville Sweijd, derzeit kommissarischer Direktor von ACCESS, stellen Südafrikas geographische Lage und seine Meeresressourcen eine attraktive Möglichkeit dar, mit internationalen Wissenschaftlern zusammen zu arbeiten: „Wir sehen ein wachsendes Interesse an der Untersuchung physikalischer und ökologischer Prozesse in unseren Küsten- und Hochseegebieten als Fallbeispiele in globalen Forschungsprojekten. Die Regierung und Forschungsinstitute in Südafrika haben sehr stark in unsere Forschungsprogramme investiert, der Erwerb des Forschungseisbrechers SAS Agulhas II ist ein herausragendes Beispiel dafür.“

Der viertägige Workshop wird sich auf die West- und Ostküste Südafrikas konzentrieren. Die Präsentationen und Diskussionen werden ein breites Themenspektrum ansprechen: physikalische Eigenschaften des Ozeans wie Strömungen, Temperatur, Sauerstoff- und Nährstoffgehalt, ihr Einfluss auf die biologischen Prozesse und welche Auswirkungen das Klimageschehen auf die Fischerei, die Gesundheit der Ökosysteme und die Lebensqualität der Küstenbevölkerung hat. Ziel des Workshops ist es, konkrete Forschungsprojektvorschläge zu erarbeiten, in die auch Ausbildungsinitiativen eingebettet sind.

Der Workshop zur Kooperation in der Meeresforschung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem südafrikanischen Department of Science and Technology gefördert.

Kontakt

Dr. Werner Ekau
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)
werner.ekau(at)zmt-bremen.de

Quelle: IDW Nachrichten / Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Südafrika Themen: Umwelt u. Nachhaltigkeit Geowissenschaften

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