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Neuer Schub für Wasserstofftechnologien: EU-Kommission, Forschung, Unternehmen und Regionen unterzeichnen gemeinsame Erklärung

Berichterstattung weltweit

In einer gemeinsamen Erklärung verpflichten sich die EU-Kommission, die europäische Wasserstoffindustrie, die wissenschaftliche Gemeinschaft und die europäischen Regionen, bei Forschung und Entwicklung zusammenzuarbeiten, um die Implementierung sogenannter "Hydrogen Valleys" zu beschleunigen. Diese Wasserstoff-Ökosysteme zielen darauf ab, die Entwicklung und Umsetzung von Wasserstoffprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf lokaler bzw. regionaler Ebene zu fördern.

Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und gemäß den Zielen des REPowerEU-Plans und des Industrieplan des Grünen Deals verbinden die aktuell 38 Hydrogen Valleys, von denen sich fünf in Deutschland befinden, die Wasserstoffproduktion, den Transport und eine Reihe modernster Anwendungen – von umweltfreundlicher Mobilität bis hin zu industriellen Rohstoffen. Damit schaffen sie voll funktionsfähige und nachhaltige Angebots- und Nachfragecluster, die den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff und damit die Energiewende vorantreiben.

In der Joint Declaration on Hydrogen Valleys werden auch nachhaltige Investitionen, die Stärkung von Synergien zwischen den Finanzierungsquellen, die gemeinsame Nutzung von Wissen sowie der Aufbau regionaler Wasserstoffnetze und Verbindungen zwischen den Valleys gefordert.

Um diese Dynamik weiter voranzutreiben, veranstaltet die Kommission am 1. März 2023 in Brüssel eine Veranstaltung zur Unterzeichnung dieser Gemeinsamen Erklärung, bei der über 300 führende Akteure der Wasserstoffbranche zusammenkamen, um die Herausforderungen und Chancen von erneuerbarem Wasserstoff sowie eine Reihe von Spitzeninnovationen im Bereich der Wasserstofftechnologien zu diskutieren.

Dank der langjährigen EU-Förderung von Forschung und Innovation im Bereich Wasserstoff ist die EU weltweit führend bei wichtigen Wasserstofftechnologien, insbesondere bei Elektrolyseuren, Wasserstofftankstellen und Brennstoffzellen im Megawattbereich. Das EU-Forschungsprogramm Horizont Europa unterstützt das "Gemeinsame Unternehmen Sauberer Wasserstoff" (Clean Hydrogen - CHJU) mit einer Milliarde Euro, die von der Industrie und den Forschungspartnern in gleicher Höhe aufgebracht werden. Im Rahmen von REPowerEU hat die Kommission weitere 200 Millionen Euro für das CHJU bereitgestellt, um Implementierung lokaler Wasserstoff-Ökosysteme in ganz Europa zu beschleunigen. Darüber hinaus hat die Kommission kürzlich im Rahmen des Programms Erasmus+ rund 4 Millionen Euro für eine langfristige Partnerschaft zwischen Industrie und Bildungswesen zur Entwicklung fortgeschrittener Kompetenzen für die Wasserstoffwirtschaft bereitgestellt.

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Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland Redaktion: von Felix Kessinger, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Energie Engineering und Produktion Umwelt u. Nachhaltigkeit

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