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Amerikanische Auszeichung für DAAD-Programm

Jedes Jahr lobt das renommierte Institute of International Education (IIE) mit Sitz in New York die "Heiskell Awards" aus, mit denen es Initiativen zur Internationalisierung der Hochschulen im In- und Ausland prämiert. Das seit 2005 bestehende RISE-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wurde jetzt als beispielhaftes Format gewürdigt und in der Kategorie "Auslandsstudium" mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

http://www.daad.de/RISE steht für "Research Internships in Science and Engineering". In dem Programm können sich nordamerikanische und britische Bachelor-Studierende aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften um Forschungspraktika bei Doktoranden an deutschen Universitäten oder Forschungsinstituten bewerben.

Rund 300 von ihnen erhalten pro Jahr einen Platz und werden durch ein Stipendium gefördert. Die Zahl der Bewerbungen aus Nordamerika hat sich seit dem Start 2005 mehr als vervierfacht – von rund 300 auf fast 1300, mit steigender Tendenz. Aufgrund des großen Erfolgs wurden zwei weitere Programmlinien eingeführt: für Praktika nordamerikanischer Graduierter in deutschen Unternehmen sowie deutscher Bachelor-Studierender im Ausland. Ein besonders wichtiger Bestandteil von RISE ist das Mentorenprinzip, bei dem immer ein Doktorand oder eine Doktorandin innerhalb des Forschungsteams für den Praktikanten verantwortlich ist und den Gast nicht nur im Labor, sondern – zumindest während der ersten Wochen – auch außerhalb der Forschungsarbeit betreut. Die U.S.-amerikanische Alumna Lena Hyatt, die mittlerweile am Max-Planck-Institut in Göttingen in Molekularbiologie promoviert, berichtet: "Für mich als Nachwuchsforscherin war es auf einmal eine ganz natürliche Entscheidung, meine Ausbildung in Deutschland fortzusetzen. Ich bin stolz darauf, aber auch immer noch ein wenig überrascht, wie sehr die drei Monate RISE mein ganzes Leben verändert haben."

Das in 2007 eingeführte Programm RISE professional richtet sich an nordamerikanische Studierende, die bereits einen Bachelor abgeschlossen haben. In diesem Format werden jährlich zwischen 55 und 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein Praktikum im Bereich Forschung und Entwicklung in deutschen Unternehmen platziert. Das neueste RISE-Programm trägt den Zusatz "weltweit" und richtet sich an deutsche Bachelor-Studierende in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, die sich um ein Forschungspraktikum im Ausland bewerben. Rund 650 Praktikumsangebote, auf alle Kontinente verteilt, hat der DAAD in der ersten Runde eingeworben. Sie wurden den Interessenten zentral in einer Datenbank zur Verfügung gestellt.

RISE wurde mit einer Pilotförderung aus dem ERP-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums gestartet. Heute werden die RISE-Programme aus Mitteln des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Daneben unterstützen unter anderem der Fonds der Chemischen Industrie, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die American Chemical Society, verschiedene deutsche Fachorganisationen sowie diverse Unternehmen und die deutschen Gastinstitutionen diese Initiative. Zudem hat das Programm mittlerweile in Nordamerika einen so guten Ruf, dass sich dort mehrere Hochschulen entschlossen haben, ihre eigenen Studierenden im Programm zumindest teilweise selbst zu fördern.

Kontakt
Miriam Hippchen
DAAD
Nordamerikareferat
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Francis Hugenroth
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. Redaktion: Länder / Organisationen: USA Global Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Deutschland Themen: Bildung und Hochschulen Förderung Fachkräfte

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