StartseiteLänderAfrikaAlgerienGemeinsame Absichtserklärung für zukünftige Wasserstofflieferungen: Deutschland und Algerien gründen Taskforce

Gemeinsame Absichtserklärung für zukünftige Wasserstofflieferungen: Deutschland und Algerien gründen Taskforce

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Deutschland und Algerien wollen bei der Herstellung von Grünem Wasserstoff stärker zusammenarbeiten. Algerien soll insbesondere beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und -produktion unterstützt werden. Beide Länder gründen dazu im Rahmen ihrer Energiepartnerschaft eine bilaterale Wasserstoff-Taskforce. Außerdem soll eine Wasserstoff-Pilotanlage installiert werden.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, und der algerische Minister für Energie und Bergbau, Mohamed Arkab, haben am 8. Februar in Algier eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Bundesminister Robert Habeck:

"Deutschland und Algerien pflegen seit 2015 eine enge Energiepartnerschaft. Diese wollen wir jetzt erweitern und Algerien darin bestärken, zukünftig verstärkt Grünen Wasserstoff zu produzieren, dafür mehr in Solar- und Windenergie zu investieren und somit neue eigene Wertschöpfung zu schaffen. Wir wollen dabei mit Know-How und technischer Expertise unterstützen. Deutschland und die EU stehen als potentielle Abnehmerländer für grünen Wasserstoff bereit. Jetzt geht es darum, die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Wasserstofflieferungen zwischen Algerien und Europa zu schaffen."

Die algerisch-deutsche Wasserstoff-Taskforce soll die Rahmenbedingungen für die Produktion, die Speicherung und den Transport von Grünem Wasserstoff sowie dessen Derivaten fördern. Die bilaterale Kooperation soll privatwirtschaftliche Investitionen in beiden Ländern unterstützen, um zur Energiesicherheit in Europa beizutragen und gleichzeitig das Pariser Klimaabkommen umzusetzen.

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung folgte einem hochrangigen Austausch mit den beteiligten Ministern, Wirtschaftsvertretern und Experten, die sich zuvor in einem Roundtable im Rahmen der algerisch-deutschen Energiepartnerschaft über Potenziale und Herausforderungen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, Wasserstoff, Finanzierung, Transport und Abnahme ausgetauscht hatten. Dazu eingeladen waren auch Vertreter der Europäischen Kommission, Italiens, Österreichs und Tunesiens, die gemeinsam die Schaffung eines „südlichen H2-Korridors“ unterstützen. Dieser sieht den Um- und Ausbau des bestehenden Gaspipelinekorridors für erneuerbaren Wasserstoff, von Algerien über Tunesien, Italien und Österreich bis nach Süddeutschland vor. Algerien beabsichtigt, ein wichtiger Produzent von grünem Wasserstoff zu werden und will bis 2040 10 Prozent des EU-Bedarfs exportieren. Das Land könnte dadurch seine eigene wirtschaftliche Perspektive verbessern, neue Arbeitsplätze schaffen und seinen Energiesektor schrittweise weg vom Gas bewegen.

Der „südliche H2-Korridor“ soll zur Energieversorgungssicherheit in Europa beitragen und ist ein wichtiger Baustein in der Diversifizierung von Energieimporten.

Quelle: BMWK Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Algerien Themen: Energie Innovation Strategie und Rahmenbedingungen Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte

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