StartseiteLänderAmerikaUSAZusammenfassungÜberblick zur Kooperation mit Deutschland

Überblick zur Kooperation mit Deutschland: USA

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA hat für beide Länder einen hohen Stellenwert: Aus Sicht von Deutschland liegt die USA auf Rang 4 der Zielländer für internationale Studierende (inklusive Promovierende) und auf Rang 1 der Ko-Publikationsländer. Aus Sicht der USA liegt Deutschland (nach älteren Daten von 2015) ebenfalls auf Rang 4 der Zielländer für internationale Studierende (inklusive Promovierende) und auf Rang 3 der Ko-Publikationsländer. Als Herkunftsland für internationale Studierende kommt den Ländern allerdings jeweils eine geringere Bedeutung zu.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA ist dezentral organisiert und wird von den Forschungsorganisationen, Forschungsinstituten bzw. Forschenden weitgehend selbstständig betrieben. Es gibt zahlreiche bilaterale Kooperationsvereinbarungen zwischen Einzelinstitutionen, die die Basis für ein enges Netzwerk deutsch-amerikanischer Forschungsprojekte bilden.

Ein Rahmenabkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA wurde im Februar 2010 unterzeichnet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Kooperationsprojekte mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten, wichtig ist vor allem die Gesundheitsforschung. Im Jahr 2009 wurde eine deutsch-US-amerikanische Förderinitiative in der Zusammenarbeit in den „Computational Neurosciences“ begonnen, die gemeinsam vom BMBF und der National Science Foundation (NSF) getragen wird. Das Ziel der regelmäßigen Förderrunden ist es, transnationale Forschungsprojekte durchzuführen. Basierend auf einem Memorandum of Understanding kooperiert das BMBF seit dem Jahr 2009 mit dem California Institute for Regenerative Medicine (CIRM) mit dem Ziel, Forschungskooperationen zwischen deutschen und kalifornischen Partnern auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin gemeinsam zu fördern.

Am 05.06.2015 erfolgte die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung zur Berufsbildungskooperation zwischen den US-amerikanischen Ministerien für Arbeit, Bildung und Handel (Departments of Labor, Education und Commerce) auf US-Seite und den deutschen Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), Arbeit und Soziales (BMAS) sowie Wirtschaft und Energie (BMWi). Im April 2016 tagte erstmalig das Executive Committee, das als bilaterale Arbeitsgruppe die gemeinsamen Aktivitäten steuert. Auf Grundlage eines Arbeitsplanentwurfes wurden vereinbart, Kooperationsansätze im Bereich der Berufsbildungsforschung sowie zum bilateralen Austausch von Auszubildenden, Experten und Berufsschullehrkräften zu etablieren. Ein weiterer wichtiger Aktionsbereich ist die Weiterentwicklung bestehender kooperativer „Apprenticeship“-Modelle.

Laut Hochschulkompass existieren 2397 Kooperationen zwischen Hochschulen in Deutschland und den USA (Stand 08/2018). Internationale Mobilität von und in die USA wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) gefördert. In der gemeinsamen Verantwortung von DAAD, DFG und AvH wird das German Academic International Network (GAIN) gepflegt, ein Netzwerk von deutschen Studierenden und Forschenden in Nordamerika. 2017 hat der DAAD 3607 Studierenden und Graduierten aus Deutschland sowie 1183 Studierenden und Graduierten aus den USA einen Aufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht. Dazu kommen aus Deutschland 663 sowie aus den USA 356 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Hochschullehrende (inkl. Post-Docs), die im jeweils anderen Land forschen und lehren.

Im Jahr 2017 hat die AvH 50 Forschenden aus Deutschland ein Feodor Lynen-Stipendium für einen Aufenthalt in den USA bewilligt. Im Gegenzug ermöglichte die AvH Forschenden aus den USA durch 46 Forschungspreise sowie 63 Forschungsstipendien einen Aufenthalt in Deutschland. In der Förderbilanz der AvH für ausländische Forschende steht die USA an erster Stelle.

Auch bei der Deutschen Forschungsgmeinschaft (DFG) genießt die Kooperation mit den USA einen hohen Stellenwert. Die DFG kooperiert eng mit der National Science Foundation (NSF). Mit sechs internationalen Graduiertenkollegs sind die USA ein bedeutendes Partnerland, bei den DFG-Forschungsstipendien für deutsche Forschende für einen Post-Doc-Aufenthalt im Ausland liegen die USA mit 496 an erster Stelle (2017).

Die vier großen außeruniversitären Forschungsorganisationen pflegen die Zusammenarbeit mit den USA seit Langem intensiv.

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) meldet für 2017 910 Kooperationsprojekte mit Partnern in den USA, diese Kooperation nimmt eine herausragende Stellung ein. Dies wird auch durch das Max Planck Florida Institute for Neuroscience und die Einrichtung von vier internationalen Max Planck Centern unterstrichen.

Unter dem Dach von Fraunhofer USA operieren derzeit sieben rechtlich unselbstständige Fraunhofer Center bzw. Büros mit eigenen Forschungskapazitäten sowie ein Marketingbüro.

Die Helmholtz-Gemeinschaft arbeitet in zahlreichen Projekten in allen thematischen Bereichen mit US-amerikanischen Partnern zusammen. Herausragend ist die Zusammenarbeit in der physikalischen Grundlagenforschung. Auch in der Gesundheitsforschung gibt es eine enge Kooperation.

Für die Leibniz-Institute sind die USA der wichtigste Kooperationspartner weltweit. Mit der Smithsonian Institution wurde eine langfristige strategische Kooperation vereinbart.

Andere Ressorts sind ebenfalls aktiv. Für Deutschland sind die USA der wichtigste außereuropäische Kooperationspartner für Forschung in den Themen Weltraum, Aeronautik und Energie. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) kooperiert in diesen Themen eng mit verschiedenen Partnern in den USA und unterhält außerdem eine Außenstellen in Washington D.C.. Am 8. Dezember 2010 wurde zwischen DLR und der National Aeronautics and Space Administration (NASA) ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit beider Organisationen in der Luft- und Raumfahrtforschung abgeschlossen. Im Juni 2015 wurden zwei weitere Abkommen über wissenschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Der Forschungsschwerpunk ist: Flugzeuglärmsimulation und Verbesserung der Hubschrauberaerodynamik. Ziel ist, dass der Fluglärm verringert wird und dabei kein nachteiliger Einfluss auf die Umwelt entstehen soll, gleichzeitig aber die Leistungsfähigkeit des Luftverkehrs bestehen bleibt. Dazu wurden im Januar 2018 erste gemeinsame Forschungsflüge der NASA DC-8 und DLR A320 ATRA umgesetzt.

Ein weiteres Beispiel der Zusammenarbeit ist das deutsch-amerikanische Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie SOFIA und die Satellitenmission GRACE.

Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) beziehungsweise das German Center for Research and Innovation (GCRI) New York wurde, gefördert durch das Auswärtige Amt, im Februar 2010 eröffnet. Als jüngste Initiative findet im Zeitraum Herbst 2018 bis Herbst 2019 ein Deutschland-Jahr in den USA als gemeinsame Initiative des Auswärtigen Amtes, des Goethe-Institutes und des BDI statt.

Deutsche Ministerien und deutsche Forschungs-, Förder und Mittlerorganisationen haben folgende Einrichtungen in den USA vor Ort aufgebaut (Auswahl):

Außerdem haben viele deutsche Universitäten Vertretungen in den USA, mehr als 25 deutsche Hochschulbüros sind alleine im Deutschen Wissenschafts - und Innovationshaus New York (DWIH NY) vertreten.

Im April 2016 haben die Universität Freiburg/Verbund EUCOR ein Verbindungsbüro in New York eröffnet. Die Technische Universität München (TUM) hat im September 2015 ein Büro in der Bay Area eingerichtet.

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