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Treffen auf Schloss Dagstuhl: Künstliche Intelligenz für internationale Entwicklung und humanitäre Arbeit

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Expertinnen und Experten für Künstliche Intelligenz (KI) aus Industrie und Wissenschaft trafen sich in der letzten Woche mit internationalen gemeinnützigen Organisationen (NGOs) auf Schloss Dagstuhl im nördlichen Saarland. Gemeinsam arbeiteten sie in dem Seminar daran, die Möglichkeiten der KI für die humanitäre und Entwicklungsarbeit nutzbar zu machen.

Seit 1990 beherbergt Schloss Dagstuhl Informatikerinnen und Informatiker in sogenannten Dagstuhl-Seminaren. Aufbauend auf den Treffen in den Jahren 2019 und 2022 fand mit dem Fokusthema "AI for Social Good" das dritte Dagstuhl-Seminar zu KI statt. Dabei öffnete das Zentrum seine Pforten für einen Bereich, der auf Schloss Dagstuhl weit weniger vertreten ist: der internationale Entwicklungs- und humanitäre Sektor. Insgesamt trafen sich 27 Teilnehmende aus 7 Ländern und 3 Kontinenten, um eine Woche lang unter einem Dach zu leben und an der Bildung von Kooperationen zu arbeiten. Die vertretenen Organisationen waren CIRAD und Droits Quotidiens Legal Tech aus Frankreich, Zero Hunger Lab, Propel, der World Wide Fund for Nature, Ärzte ohne Grenzen, Analytics for a Better World, das Niederländische Rote Kreuz und Oxfam Novib aus den Niederlanden, das Deutsche Rote Kreuz sowie Machine Learning for Peace und Internews aus den USA. Sie kamen, um die KI-Fachleute von Unternehmen und verschiedenen renommierten Universitäten aus der ganzen Welt herauszufordern, ihnen bei der Lösung der globalen Probleme zu helfen, die sie zu lösen versuchen. Darunter das Imperial College London und die University of York (Großbritannien), RIKEN (Japan), Google (Großbritannien und die Schweiz), die Universität Freiburg, das CISPA und die Ruhr-Universität Bochum (Deutschland) sowie University of Massachusetts Amherst und University of Pennsylvania (USA).

Ziel des Treffens war es, Partnerschaften zu knüpfen, konkrete Probleme zu bearbeiten und zu zeigen, was mit KI heute machbar ist. An den ersten beiden Tagen ging es darum, den Code der anderen zu knacken. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die dringlichsten Herausforderungen der NGOs und darauf, welche Techniken der KI derzeit zur Verfügung stehen, um diese zu lösen. Am dritten und vierten Tag hielten die KI-Expertinnen und -Experten und die gemeinnützigen Organisationen einen Hackathon ab, um konkrete Prototypen für KI-Anwendungen für den sozialen Bereich zu entwickeln. Der letzte Tag wurde genutzt, um die Zukunft der entstandenen Kooperationen zu planen.

Hintergrund

Schloss Dagstuhl lädt das ganze Jahr über Forschende aus aller Welt ein, um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren. Mehr als 3.500 Informatikerinnen und Informatiker von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie nehmen jährlich an den wissenschaftlichen Veranstaltungen in Dagstuhl teil. Seit 2005 gehört Schloss Dagstuhl zur Leibniz-Gemeinschaft, in der zurzeit 96 führende außeruniversitäre Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen in Deutschland vertreten sind. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft.

Zum Nachlesen

Quelle: Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für Informatik GmbH Redaktion: von Friederike Mang, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: USA Japan Frankreich Niederlande Schweiz Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Global Themen: Ethik, Recht, Gesellschaft Information u. Kommunikation

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