StartseiteLänderEuropaFrankreichDeutsch-französisches Forschungsprojekt SupplyPBM prüft Recyclingverfahren für nachhaltige polymergebundene Magnete

Deutsch-französisches Forschungsprojekt SupplyPBM prüft Recyclingverfahren für nachhaltige polymergebundene Magnete

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Bislang existiert noch kein industrielles Recyclingverfahren, um polymergebundene Magnete und die darin enthaltenen Wertstoffe nach dem Ende ihres Einsatzes in der Anwendung im Kreislauf zu führen. Ein deutsch-französisches Konsortium untersucht nun Möglichkeiten, einen industriell umsetzbaren Recyclingprozess zu generieren und neue alternative Magnete aus nachhaltigeren Komponenten herzustellen.

Seltenerdhaltige Hochleistungsmagnete sind für vielfältige Anwendungen unersetzlich: Von Industriemotoren, über Elektronik, E-Bikes bis hin zu Windkraftanlagen und Elektrofahrzeugen. Dabei werden polymergebundene Selten-Erd-Magnete immer beliebter, denn sie bieten gegenüber herkömmlich hergestellten Magneten einige Vorteile: sie können effizienter hergestellt werden, sind spritzguss- sowie 3D-druckfähig und dadurch flexibler in der Formgebung und korrosionsbeständiger. Doch die enthaltenen Seltenen Erden werden aus Ländern außerhalb Europas importiert. Bislang existiert noch kein industrielles Recyclingverfahren, um diese Magnete und die darin enthaltenen Wertstoffe nach dem Ende ihres Einsatzes in der Anwendung im Kreislauf zu führen.

Ein deutsch-französisches Konsortium aus fünf Forschungseinrichtungen und Industriepartnern untersucht im Projekt „SupplyPBM - Securing the Supply Chain for Rare Earth Polymer-Bonded Magnets by Recycling“ nun Möglichkeiten, einen industriell umsetzbaren Recyclingprozess zu generieren. Ziel ist, die langfristige Versorgung der Industrie mit seltenerdhaltigen polymergebundenen Magneten unabhängig von Importen sicherzustellen. Dabei werden neue alternative Magnete aus nachhaltigeren Komponenten hergestellt und ihre Zusammensetzung so aus ökologischer wie ökonomischer Sicht verbessert.

Unter der Leitung der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau und Hanau arbeiten die Partner dabei an der Erschließung neuer Wertschöpfungsketten. Gefördert wird das Vorhaben von deutscher wie auch französischer Seite. Im Fall der deutschen Partner ist der Fördergeber das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Um die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der im Projekt angewandten Prozesse zu bewerten, wird für das Projekt neben einem Business-Plan eine umfassende Ökobilanzierung erstellt. Darin werden federführend vom Projektpartner ISM – Institut des Sciences Moléculaires auf französischer Seite sowie vom Fraunhofer IWKS auf deutscher Seite sowohl Umweltauswirkungen der eingesetzten Materialien und Prozesse als auch deren Effizienz bewertet. Ziel ist, eine effiziente geschlossene Kreislaufführung der Wertstoffe zu erreichen.

Quelle: Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Engineering und Produktion Physik. u. chem. Techn. Umwelt u. Nachhaltigkeit

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