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Neue Agentur zur Förderung risikoreicher Forschung in Großbritannien

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Die britische Regierung stellt 800 Millionen Pfund (926,7 Millionen Euro) für den Aufbau einer neuen Forschungsagentur zur Förderung risikoreicher Forschung zur Verfügung. Die Agentur soll eine höhere Fehlertoleranz erlauben und Innovatoren dabei unterstützen, ihre Ideen in neue Technologien, Entdeckungen, Produkte und Dienstleistungen umzusetzen.

Die geplante Advanced Research & Invention Agency (ARIA) wird als unabhängige Forschungseinrichtung von renommierten Forschenden geleitet und soll Technologien, die die Chance auf hohe Gewinne bieten und zukunftsweisende, Entdeckungen hervorbringen, schnell identifizieren und finanzieren.

Wesentliche Merkmale der neuen Agentur sollen Flexibilität und Schnelligkeit sein: sie wird prüfen, wie unnötige Bürokratie vermieden werden kann und mit verschiedenen Finanzierungsmodellen experimentieren. So soll die Möglichkeit bestehen, Projekte je nach Erfolg zu fördern oder zu beenden und die Finanzierung gegebenenfalls umzuleiten. Als Vorbilder dienen das Modell der US-amerikanischen Advanced Research Projects Agency (ARPA) und deren Nachfolgeorganisation Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA).

Die neue Einrichtung soll ab dem Jahr 2022 arbeitsfähig sein und wird die Arbeit von UK Research and Innovation (UKRI) ergänzen. Sie ist Teil der FuE-Roadmap der Regierung, die im Juli 2020 veröffentlicht wurde und Investitionen in Höhe von 14,6 Mrd. Pfund (16,92 Mrd. Euro) im Zeitraum 2021 bis 2022 vorsieht.

Kritik an ARIA betrifft unter anderem den bisher fehlenden Fokus und potenzielle Doppelstrukturen mit UKRI.

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Quelle: Gov.uk Redaktion: von Anna März, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Förderung Innovation Strategie und Rahmenbedingungen

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