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G7 veröffentlichen internationale Leitlinien und Verhaltenskodex für Künstliche Intelligenz

Berichterstattung weltweit

Die G7-Staaten – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA – haben sich auf gemeinsame Leitprinzipien und einen Verhaltenskodex für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) verständigt.

Der „Code of Conduct“ und die „Guiding Principles“ richten sich an die Entwickler fortgeschrittener KI-Systeme und rufen sie auf, Maßnahmen zur Förderung sicherer und vertrauenswürdiger KI zu ergreifen. Dazu zählen eine frühzeitige Identifizierung und Minderung von Risiken, Transparenz über die Fähigkeiten und Grenzen von KI und eine Kennzeichnung KI-generierter Inhalte. Beide Dokumente wurden am 30. Oktober 2023 mit einer Erklärung der G7 Staats- und Regierungschefs veröffentlicht.

Elf Prinzipien für eine vertrauenswürdige und sichere KI

Die Erklärung der G7 richtet sich an alle Organisationen, die fortgeschrittene KI-Systeme wie generative KI entwickeln. Organisationen sollen bei der Entwicklung Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit achten und keine Systeme schaffen, die diese Werte unterminieren.

Organisationen sollen dabei elf Prinzipen berücksichtigen. Dazu gehören adäquate Risikovorkehrungen schon bei der Entwicklung. Durch entsprechende Maßnahmen soll vermieden werden, dass KI eine Gefahr für die Sicherheit, Gesundheit oder die demokratischen Werte einer Gesellschaft werden kann. Der Einsatz soll von regelmäßigen Transparenzberichten begleitet werden, die unter anderem auf Sicherheitsrisiken hinweisen. Zudem sollen KI-generierte Inhalte kenntlich gemacht werden, etwa durch Wasserzeichen. Die G7 rufen Entwickler fortgeschrittener KI-Systeme auch dazu auf, verantwortungsvoll mit Daten umzugehen, persönliche Daten zu schützen und die Urheberrechte zu wahren.

Der Verhaltenskodex sowie die Leitprinzipien sollen anhand konkreter Anforderungen weiterentwickelt werden. Ziel ist, dass sich Unternehmen freiwillig zur Anwendung der Prinzipien verpflichten. Der Verhaltenskodex stellt auch eine wichtige Orientierung für die geplante Gesetzgebung in den einzelnen Staaten dar. In Europa arbeitet die EU-Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament derzeit an einer eigenen KI-Verordnung. Ein erster Entwurf soll Ende des Jahres vorliegen.

Hintergrund

Der Hiroshima-Prozess der G7 für Künstliche Intelligenz wurde am 19. Mai 2023 auf dem G7-Gipfeltreffen in die Wege geleitet, um die Festlegung von Leitplanken für fortgeschrittene KI-Systeme auf globaler Ebene zu fördern. Die Initiative ist Teil weiterreichender internationaler Diskussionen, die auch im Rahmen der OECD, der Globalen Partnerschaft zu Künstlicher Intelligenz (GPAI) und des EU-US-Handels- und Technologierats sowie der Digitalen Partnerschaften der EU zu den Leitplanken für KI geführt werden.

Zum Nachlesen

Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Europäische Kommission Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: G7 / G20 Global Themen: Ethik, Recht, Gesellschaft Information u. Kommunikation Strategie und Rahmenbedingungen

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