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Berlin University Alliance stärkt Forschungskooperationen mit dem 'Globalen Süden'

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Zwei Leuchtturmprojekte werden mit insgesamt 630.000 Euro für drei Jahre gefördert. Damit tragen die sie zu einer nachhaltigen Forschung über, mit und im 'Globalen Süden' bei.

Das Berlin Center for Global Engagement (BCGE) der Berlin University Alliance (BUA) fördert zwei Leuchtturmprojekte, die Forschungskooperationen mit dem 'Globalen Süden' stärken. Gefördert wird zum einen das internationale Verbundprojekt "Essential Workers, Essential Research. A global network of critical labour studies". Forscher aus der ganzen Welt setzen sich in historischer Perspektive mit den gravierenden Veränderungen in der Arbeitswelt auseinander. Das Netzwerk soll lokale Perspektiven aus Ländern wie Argentinien, Indien und Südafrika noch stärker in die internationale Forschung einbringen. 

Prof. Dr. Andreas Eckert, einer der Leiter des Projektes, beschrieb den Vorteil des Projektes wie folgt:

„Die Förderung des BCGE gibt uns die Möglichkeit, neue Wege der Kooperation mit Arbeitsforscher*innen im Globalen Süden zu erproben und Fragen der sozialen Ungleichheit, die eng mit dem Thema Arbeit verbunden sind, in den Mittelpunkt zu rücken.“

Das zweite Leuchtturmprojekt "co2libri – conceptual collaboration – living borderless research interaction" möchte Wissen, Theorien und Forschungspraktiken aus dem 'Globalen Süden' in Berlins Forschungslandschaft sichtbar machen. Die Projektbeteiligten – ein globales Netzwerk aus Forschenden, Künstlerinnen und Künstlern und Aktivistinnen und Aktivisten – wollen sich mit Wissens- und Theoriebeiträgen aus dem Globalen Süden auseinandersetzen. Ihr Ziel ist es, die Art und Weise, wie Wissen entsteht und was als Wissen anerkannt wird, global gleichberechtigter zu gestalten. Prof. Dr. Kai Kresse von der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Zentrum Moderner Orient und Prof. Dr. phil. Claudia Derichs von der an der Humboldt-Universität zu Berlin leiten das Projekt, das mit internationalen Partnern unter anderem in Nairobi, Beirut, Delhi und Wien kooperiert.

Dr. Florian Kohstall, Projektverantwortlicher des BCGE, erklärt:

„Die beiden Signature Projects verknüpfen die exzellente Regionalexpertise der Verbundpartnerinnen mit konkreten Kooperationen in Afrika, Südostasien, Südamerika oder Europa. So stärken wir in Berlin eine neue Forschungskultur, die einen gemeinschaftlichen Austausch mit Politik, Gesellschaft und Wissenschaft im Globalen Süden ermöglicht.“

Die Förderung der Projekte gehört zum Programm des BCGE, der BUA-Plattform für Forschungskooperationen mit dem 'Globalen Süden', für Wissenschaftsdiplomatie und für die Stärkung der akademischen Freiheit. Zum sogenannten 'Globalen Süden' zählt das BCGE alle Länder, die aus unterschiedlichen Gründen in der globalen Wissenschaftsproduktion einen marginalisierten Platz einnehmen.

Quelle: Berlin University Alliance via idw Nachrichten Redaktion: von Felix Kessinger, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Kenia Südafrika Argentinien Indien Libanon Deutschland Global sonstige Länder Themen: Fachkräfte Förderung Netzwerke sonstiges / Querschnittsaktivitäten

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