StartseiteLänderAsienIsraelDeutsch-israelisches Forschungsteam untersucht messenger-Ribonukleoproteine

Deutsch-israelisches Forschungsteam untersucht messenger-Ribonukleoproteine

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Mehr als 1.000 Akteure sind in einer Zelle daran beteiligt, wenn genetische Information in Proteine übersetzt wird. Ein neues deutsch-israelisches Forschungsprojekt arbeitet jetzt daran, deren jeweilige Aufgabe systematisch zu identifizieren. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Deutsch-Israelischen Projektkooperation (DIP).

Wenn in den Zellen des Menschen genetische Information aus dem Zellkern ins Zellplasma transportiert und dort in Proteine übersetzt werden soll, kommt einem bestimmten Molekül eine zentrale Rolle zu: der mRNA – vom englischen messenger RNA oder übersetzt: der Boten-RNA. Rund 1.000 unterschiedliche Beteiligte hat die Wissenschaft in den vergangenen Jahren identifiziert, die an diesem Prozess mitwirken.

Deren Funktion und Struktur detailliert zu entschlüsseln, hat sich ein neues deutsch-israelisches Forschungsprojekt zum Ziel gesetzt. Daran beteiligt sind Forschungsgruppen der Universitäten in Regensburg und Würzburg sowie am Weizmann Institute of Science in Israel.

Die vier beteiligten Forschungsgruppen werden in den kommenden fünf Jahren die Funktion RNA-bindender Proteine erforschen sowie stabilisierende beziehungsweise destabilisierende RNA-Elemente und -Modifikationen identifizieren und testen. Ziel ist es, deren Rolle bei Infektionen und bei der Entstehung von Tumoren sowie bei der Entwicklung neuer Impfstoffe zu verstehen. Dazu stehen dem Forschungsprojekt "Quantitative and mechanistic dissection of messenger RNA stability" insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert wird das Projekt aus BMBF-Mitteln, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Deutsch-Israelischen Projektkooperation vergeben werden.

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Quelle: Universität Würzburg via idw Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Israel Themen: Förderung Lebenswissenschaften

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