StartseiteThemenCOVID-19-PandemieNeuer Europäischer Forschungsraum: Unterstützung des digitalen und ökologischen Wandels

Neuer Europäischer Forschungsraum: Unterstützung des digitalen und ökologischen Wandels

Berichterstattung weltweit

Die Europäische Kommission hat am 30. September 2020 eine Mitteilung zu einem neuen Europäischen Forschungsraum (EFR) veröffentlicht. In der Mitteilung macht die Kommission deutlich, dass der neue EFR zu einer besseren Forschungs- und Innovationslandschaft in Europa führen, den Wandel der EU hin zu Klimaneutralität und digitaler Führungsstärke beschleunigen und den Aufbau nach der Coronakrise unterstützen wird.

Der Europäische Forschungsraum wurde 2000 eingerichtet, damit die Forschungs- und Innovationssysteme Europas besser organisiert und integriert werden. Die Coronakrise hat die bestehenden großen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen verschärft. Forschung und Innovation sind daher von entscheidender Bedeutung, wenn diese Herausforderungen gemeistert und der Aufbau Europas wie auch der grüne und der digitale Wandel gewährleistet werden sollen.

Ausgehend von Europas Führungsposition bei Innovation und Spitzenleistungen in der Wissenschaft soll mit dem neuen EFR eine bessere Koordinierung und Zusammenarbeit in der EU, ihren Mitgliedstaaten und dem privaten Sektor angeregt, mehr in Forschung und Innovation investiert sowie die Mobilität der Forschungskräfte, ihr Fachwissen und der Wissensfluss gefördert werden. In der Mitteilung werden vier strategische Ziele festgelegt:

  1. Vorrang von Investitionen und Reformen in den Bereichen Forschung und Innovation für eine Förderung des ökologischen und des digitalen Wandels zur Unterstützung des Aufbaus Europas und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
  2. Verbesserung des Zugangs zu Einrichtungen und Infrastrukturen der Spitzenklasse für Forschungskräfte in der gesamten EU.
  3. Transfer der Ergebnisse in die Wirtschaft zur Ankurbelung von Geschäftsinvestitionen und Vermarktung von Forschungsergebnissen sowie Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Führungsstärke der EU im globalen technologischen Kontext.
  4. Förderung der Mobilität von Forschungskräften und von Wissensfluss und Technologieverkehr durch vermehrte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, damit jeder von der Forschung und ihren Ergebnissen profitieren kann.

Die EU wird auf das Erreichen dieser strategischen Ziele hinarbeiten und dabei in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten 14 Maßnahmen umsetzen, die ineinandergreifen und für die Schaffung des Europäischen Forschungsraums von zentraler Bedeutung sind. Des Weiteren wird die EU-Kommission ein Europäisches Forum für den Übergang ins Leben rufen. Auf diesem Forum für strategische Diskussionen werden die Mitgliedstaaten bei der kohärenten Umsetzung dieser vier Ziele unterstützt. Außerdem wird die EU-Kommission im ersten Halbjahr 2021 den Mitgliedstaaten einen Pakt für Forschung und Innovation in Europa vorschlagen, der die zugesagten Bestrebungen für gemeinsame politische Strategien und Grundsätze bestärkt und Gebiete aufzeigt, in denen sie gemeinsam prioritäre Maßnahmen entwickeln sollen.

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Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland Redaktion: von Anna März, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Strategie und Rahmenbedingungen

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