StartseiteLänderAfrikaGhanaZusammenfassungÜberblick zur Kooperation mit Deutschland

Überblick zur Kooperation mit Deutschland: Ghana

Ghana gehört zu den wichtigsten Kooperationsländer in Afrika und nicht zuletzt in Westafrika. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass Ghana zu den wenigen anglophonen Ländern in Westafrika gehört.

Ghana beteiligt sich am BMBF-finanzierten West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use (WASCAL). Die Initiative WASCAL zielt darauf ab, den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen beim Aufbau wissenschaftlicher Strukturen zu helfen. Das Zentrum wird von den Partnerländern mitfinanziert, um eine dauerhafte Zusammenarbeit auf hohem Niveau zu gewährleisten. Es übernimmt eine Beratungsfunktion für lokale, nationale und regionale Landnutzer, Planer und Politiker In Ghana ist die WASCAL-Zentrale angesiedelt. Die Kwame Nkrumah University of Science and Technology betreut das WASCAL-Doktorandenprogramm „Klimawandel und Landnutzung“.

In Ghana wird mit einer Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Merian International Institute for Advanced Studies in Africa (MIIASA) aufgebaut. Ziel ist es, ein intellektuelles Programm und eine Forschungsagenda zu entwickeln, die durch die multinationale Kooperation afrikanische Sichtweisen sowohl in der Wissenschaft als auch in der praktischen Politik stärken. Die thematischen Schwerpunkte des Institutes befassen sich mit demokratischer Regierungsführung und Konsolidierung; Konfliktbearbeitung und nachhaltigem Frieden und nachhaltigem ökologischem Umbau. Sitz des Forschungskollegs wird an der University of Ghana am Centre for Migration Studies sein.

im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Deutsche Forschungslehrstühle“ fördert das BMBF einen Forschungslehrstuhl in Ghana. Das African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) wurde gegründet, um der kritischen Unterversorgung an mathematisch ausgebildeten Fachleuten in Afrika entgegenzuwirken. Das BMBF hat, umgesetzt durch die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), einen Forschungslehrstuhl unter anderem am AIMS-Zentrum in Ghana eingerichtet.

Von den Fördermaßnahmen des DAAD kann im Besonderen das bilateral vom Auswärtigem Amt und dem ghanaischen Bildungsministerium ko-finanzierte „Ghanaisch-Deutsche Postgraduiertenprogramm“ genannt werden, welches  Master-Absolventinnen und -Absolventen ghanaischer Hochschulen im Rahmen eines 2010 erstmalig unterzeichneten Kooperationsabkommens fördert. Eine Verlängerung dieser Kooperation um weitere fünf Jahre erfolgte im März 2016, die Stipendienzahl wurde von jährlich 20 auf 30 Neustipendien erhöht.

Im Rahmen der Projektförderung des DAAD wird durch das Auswärtige Amt ein Ghanaisch-Deutsche Fachzentrum für Entwicklungsstudien (Ghanaian-German Centre for Development Studies) finanziert. Die University of Ghana kooperiert hier mit der Universität Bonn (Zentrum für Entwicklungsforschung).

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin  der Leibniz-Gemeinschaft unterhält zusammen mit dem ghanaischen Gesundheitsministerium und der Kwame Nkrumah University of Science and Technology ein modernes Forschungs- und Ausbildungszentrum zu den  Themen Infektionsmedizin, Epidemiologie und Tropenmedizin.

Im Rahmen des Projektes „Partnership for Applied Sciences“ fördert das NRW-Wissenschaftsministerium  mit dem DAAD den Ausbau von Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Ghana.  Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg H-BRS unterstützt gemeinsam mit der TH Köln und der Internationalen Hochschule Bad Honnef (IUBH) die Umgestaltung  der Kumasi Technical University und der Cape Coast Technical University.

Der Hochschulkompass verzeichnet 45 Kooperationen zwischen deutschen und ghanaischen Hochschulen. Die meisten Kooperation mit Deutschland gibt es mit den drei wichtigsten Universitäten Ghanas, der University of Ghana, der Kwarme Nkrumah University of Science and Technology sowie der University of Cape Coast.

Nach oben

Eine Initiative vom

Projektträger